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    3 days ago

    „Ausländer sind deswegen in Statistiken stärker vertreten, weil sie in einem Umfeld leben das Kriminalität stimuliert“. Das macht so pauschal auch keinen Sinn, die Menschen sind ja nicht alle Opfer der „ach so schlimmen“ Zustände.

    1. Doch sind sie.

    2. Arme Menschen sind eher kriminell. Flüchtlinge werden schlecht auf dem Arbeitsmarkt (und auch ansonsten) integriert und leben daher eher in Armut.

    Die Lösung ist offensichtlich: bessere Integration. Die Behauptung das Ausländer eher kriminell sind, ist hingegen nicht nur nicht nur nicht zielführend, sondern, bedenkt man, dass Experten die tatsächlichen Zusammenhänge bekannt sind, sogar gezielte Desinformation.

    Um mal ein analoges Beispiel zu nutzen: Junge Männer sind statistisch gesehen eher kriminell. Wenn ich jetzt behaupte, dass die männliche Hälfte aller, die die Schule abschließen, gefälligst streng überwacht oder präventiv in ihrer Bewegung eingeeschränkt werden sollen und das Ganze mit der deutschlandweiten Kriminalstatistik belege, würde man mich für verrückt erklären. Parallel kann ich solche abstrusen Ideen aber für Flüchtlinge formulieren und danach sogar meine Politik gestalten und die Leute fressen es.

    • user134450@feddit.org
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      2 days ago

      Arme Menschen sind eher kriminell

      https://strafrecht-online.org/documents/111390/_4_-_Kriminalisierung_der_Armen_J5lV5bU.pdf

      leider eine oft von großen medien verbreitete Fehleinschätzung. Es gibt sicher Zusammenhänge zwischen Armut und Kriminalität aber diese sind eben nicht 1 zu 1 wie du es beschreibst. Es gibt ganz sicher einen kausalen Zusammenhang zwischen der Art der Kriminalität und der sozialen Schicht … zB wird ein Millionär statistisch betrachtet vermutlich weniger Raubüberfälle durchführen um seine Drogenabhängigkeit zu finanzieren als ein mittelloser Obdachloser, dafür aber vermutlich mehr Steuerhinterziehung.

      • Ooops@feddit.org
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        2 days ago

        Natürlich war das vereinfacht ausgedrückt.

        Aber wollen wir wirklich darüber diskutieren, dass auch Millionäre ihre völlig eigene Kategorie Kriminalität, die nur dort verbreitet vorkommt, haben und deshalb nicht weniger kriminell sind? Kann man im Steuerhinterziehungs- und Geldwäscheparadies Deutschland, dass sich sogar weigert mehr Steuerfahnder einzustellen, obwohl das für den Haushalt effektiv wie gratis Geld drucken wäre, machen. Nur 'nen Blumentopf gewinnt man dabei nicht.

        Also bleiben wir doch vereinfacht lieber bei der Kriminalität, die hierzulande auch als solche verfolgt wird, und nicht bei theoretischen “das ist auch Kriminalität”-Konstrukten mit aktiver politischer Unterstützung…

        • saimen@feddit.org
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          1 day ago

          Das Problem ist aber ja das diese Kriminalität viel weniger verfolgt wird und dadurch in solchen Statistiken auch nicht entsprechend repräsentiert ist.

          • cyberblob@discuss.tchncs.de
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            1 day ago

            Das ist ein guter Punkt. Den hatten wir hier irgendwo auch aufgegriffen.

            Die Tatsache, dass bei so Finanz- und Politthemen vieles eventuell nicht richtig verfolgt wird rechtfertigt aber nicht Diebstahl, Raub und Körperverletzung auf der anderen Seite. Diese Verbrechen sind ja im Bevölkerungsgruppenvergleich eben auch erhöht.

            Die Gründe warum das so ist, die haben wir hier auch schon irgendwo andiskutiert und das ist natürlich vorrangig eine Frage von vorgefundenen und mitgebrachten Milieus, aber auch eine Frage von kulturellem Kontext (ja sorry, but its in the mix). Ist also komplex.

            Das ändert aus meiner Sicht aber nichts daran, dass ich bei Menschen ohne Bleiberecht, die schwere Verbrechen begehen, keinen Grund sehe, diese weiterhin in Schutz zu nehmen, oder noch länger hier behalten zu wollen.

            • Ooops@feddit.org
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              10 hours ago

              Das ändert aus meiner Sicht aber nichts daran, dass ich bei Menschen ohne Bleiberecht, die schwere Verbrechen begehen, keinen Grund sehe, diese weiterhin in Schutz zu nehmen, oder noch länger hier behalten zu wollen.

              Der Satz an sich mag richtig sein. Aber wir wissen doch alle, dass das nur vorgeschoben ist. Denn ich brauche keine Statistik, wenn ich Leute, die schwere Verbrechen begehen abschieben will. Die Statistik brauch ich nur, wenn ich das mit Leuten vor habe, die nichts getan haben, aber das eben “statistisch” in Zukunft eher tun könnten.

              Wenn ich Leute die Verbrechen begehen abschieben will, muss ich das nur tun. Dafür brauch ich keine Extrapolation zukünftiger Ereignisse auf Basis von Statistik.

              Aber wir sind halt in Deutschland, wo die Antwort auf den x-ten Anschlag eines polizeilich lange bekannten Täters auch mehr Überwachung der übrigen Bürger ist und Angriffe mit in der Öffentlichkeit bereits verbotenen Messern, dadurch verhindert werden, dass man andere Messer ebenfalls verbietet.

              Scheindiskussionen um Scheinprobleme führen, um Symbolpolitik machen zu können, die kein Problem löst (denn die kann man noch für die nächsten 10 symbolpolitischen Maßnahmen und den Wahlkampf nutzen) ist nunmal das Non-Plus-Ultra politischen Handelns in diesem Land.

              Man könnte meinen der Wähler im Durchschnitt ist ein Idiot und bekommt, was er verdient. Aber das darf man natürlich nicht laut sagen, denn dann fühlen sich die Idioten beleidigt und werden aus Trotz noch idiotischer.

    • Wrdlbrmpfd@feddit.org
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      2 days ago

      Man könnte auch die Einwanderung so steuern, dass mehr Frauen oder benötigte Arbeitskräfte kommen…

      • Ooops@feddit.org
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        2 days ago

        Wir können liebend gern steuerbare Einwanderung derart beeinflussen.

        Flüchtlinge und Asylrecht sind jedoch nicht steuerbar (über Dinge wie Kooperationen innerhalb der EU zur Verteilung hinaus…).

        Asylrecht ist ist Schutz von Menschenrecht. Ich steuere auch nicht dein Recht auf ein menschenwürdiges Leben, weil das Geld sparen würde (obwohl ja, das würde das Dreckspack von C*U wohl auch gern tun…) oder ich es perrsönlich erbaulicher finden würde, dich beliebig zu erniedrigen und damit durch käme.

        Und faktisch ist die Realität ja noch schlimmer. Es wird groß rumgetönt, dass man Flüchtlinge loswerden will, aber dann werden die rausgeworfen, die man eigentlich hier haben will, um irgendeine Zahl vorweisen zu können, während die unliebsamen Flüchtlinge tatsächlich rechtlich nicht abgeschoben werden können.

        • Wrdlbrmpfd@feddit.org
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          2 days ago

          Dublin III gilt ja auch bei Asyl… Und wie schaffen es zum Beispiel die Tschechen und Slowenen, dass der Kelch an ihnen vorüber geht? Gelten für die diverse Gesetze nicht?

          • Ooops@feddit.org
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            24 hours ago

            Genau das. Die ignorieren die geltenden Gesetze. Wie glaubst du sind 2016 all die Flüpchtlinge an der deutschen Grenze gelandet. Die haben sich nicht angeschlichen, weil sie so gern nach Deutschland wollten. Die wurden entgegen geltender Vereinbarungen ganz bewusst nicht als Flüchtlinge erfasst und aktiv in Züge gen Deutschland gesetzt.

            Und Deutschland schaut dabei zu, weil “andere brechen die Gesetze, dann lasst uns doch das selbe tun, denn stattdessen für deren Einhaltung zu kämpfen wäre anstrengender” ist bequemer. Stattdessen gilt: Scheiß aufs Grundgesetz und Menschenrechte, denn unseren eigenen Rechtsbruch haben wir besser unter Kontrolle als EU Staaten auf ihren Rechtsbruch festzunageln.

            PS: “Wir müssen zu allererst dafür sorgen, dass andere EU Staaten sich an die bereits bestehenden Gesetze halten, anstatt neue einzuführen, die gegen Grundrechte verstoßen und dann auch wieder beliebig ignoriert werden können” war übrigens ein durchaus vertretener Ansatz bis hinein in den Wahlkampf. Und wurde verteufelt, weil dIeGrÜnEn!1!

            • cyberblob@discuss.tchncs.de
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              13 hours ago

              Naja die Grünen rühmen sich jetzt auch nicht mit der Einhaltung in der Asylgesetzgebung. Das ist eher das Problem.

              Die Basis der Grünen möchte imho keine Durchsetzung von Asylgesetzen, sondern eine Aufweichung im Sinne von „Jeder kann kommen, jeder kann bleiben“.

              Das führt auch zu dem Frust den wir in der Bevölkerung bei diesem Thema sehen und der leider ultimativ die AfD füttert.

            • Wrdlbrmpfd@feddit.org
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              17 hours ago

              Die haben sich nicht angeschlichen, weil sie so gern nach Deutschland wollten.

              Das ist reine Mutmaßung ohne Beleg. Im Gegensatz dazu haben diverse Berichte und Interviews zumeist gezeigt, dass viele Leute ganz gezielt nach Deutschland wollten.

              • Ooops@feddit.org
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                11 hours ago

                Das ist reine Mutmaßung ohne Beleg.

                Klar, die Zugfahrten von Italien durch die Alpen bis zur deutschen Grenze, nachdem die Ankunft in Europa bewusst nicht ordnungsgemäß registriert wurde, kann auch auf andere Weise passiert sein.

                Die schlauen Flüchtlinge haben vielleicht einfach ihre persönliche Teleportertechnologie genutzt, um sich direkt nach Betreten von EU Territorium in Züge gen Deutschland zu beamen, die natürlich schon vorher ausgekundscahften waren, um jene zu wählen, in denen zufällig keine Ticketkontrolle stattfindet. 🤣

                • Wrdlbrmpfd@feddit.org
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                  2 hours ago

                  Du lenkst hier ab und redest von etwas ganz anderem… Deine Behauptung war, dass die Migranten nicht nach Deutschland wollten. Das wollten viele davon allerdings ganz gezielt und das Vorhaben wurde natürlich auch (EU-widrig) von jenen Staaten unterstützt, die ohnehin keine Migranten in diesem Ausmaß aufnehmen wollten.

                  Übrigens: Als Ungarn 2015 anfing Migranten in großen Stil aufzuhalten, wurde es dafür gescholten. Jetzt wo es das nicht mehr macht, geben wir Ungarn die Schuld dafür, dass man dort niemanden aufhält (obwohl wahrscheinlich die meisten davor schon durch ein anderes EU-Land, und zwar Griechenland, gereist sind). Vielleicht sollte man sich entscheiden, was man von den Schengen-Außenländern erwartet und sie nicht nur selektiv kritisieren, je nachdem ob einem die Regierung passt oder nicht.

    • cyberblob@discuss.tchncs.de
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      3 days ago
      1. Doch sind sie.

      Ich habe eine liberale Sicht auf uns Menschen. Natürlich sind wir teilweise Gefangene unserer Umstände, gar keine Frage.

      Aber auf der Ebene der Kriminalität den Menschen jegliche Verantwortung abzusprechen, obwohl sie sich ja sogar freiwillig für eine Flucht oder Einwanderung nach Deutschland entschieden haben (freiwillig in dem Sinne, da es ja auch bereits vorher sichere Staaten gab, wenn es um Flucht ging), das halte ich für ein entmündigendes Scheinargument. Denn wer sich entscheidet nach Deutschland zu kommen und das schafft, kann sich doch wohl auch entscheiden hier keine Verbrechen zu begehen (insbesondere Erwachsene -> siehe dazu Statistik unten).

      Oder sehe ich das falsch?

      Natürlich ist Integration wichtig. Ich verstehe deinen Punkt. Aber auch das lasse ich nicht einfach so gelten. Wir können ja nicht immer alles damit weg-entschuldigen, dass wir das Problem wären, oder dass wir “noch mehr” hätten machen können. Als wenn wir in Deutschland nichts für Integration tun würden. Hier gibt es Chancen noch und nöcher und unsere Gesellschaft war in den letzten Jahren nun wirklich mehr als bereit vielen eine Chance zu geben, Aber wenn jemand zu uns kommt und straffällig wird, ist er/sie zunächst einmal das Problem und nicht die böse Gesellschaft.

      Aber ja, das hängt jetzt natürlich auch von deinem Gesellschaftsbild ab. Wenn du denkst, Deutschland wäre grundlegend rassistisch und wir würden jedem Integrationswilligen Steine in den Weg legen und das würde ihn dann in die Kriminalität treiben, ja dann passt die Argumentation.

      • Ooops@feddit.org
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        2 days ago

        Denn wer sich entscheidet nach Deutschland zu kommen und das schafft, kann sich doch wohl auch entscheiden hier keine Verbrechen zu begehen

        Menschen entscheiden sich nicht, aus ihrer Heimat zu flüchten und alles hinter sich zu lassen. Das ist die Halluzination rechter Politiker und ihr Wahn von Pullfaktoren. Menschen flüchten aus ihrer Heimat, weil sie keine Wahl haben, und die Alternative irgendwo im Spektrum zwischen Folter und Tod liegt.

        Klar, kann man sich dann “entscheiden” hier zu leben und sich an das Gesetz zu halten…

        Man kann sich integrieren… ach nee, Geld für Integrationkurse ist nicht da.

        Naja, aber man kann das ja auch selbstständig tun… ach nee, du hast in der Flüchtlingsunterkunft unter deines Gleichen zu bleiben.

        Aber gut, du kannst dir ja selber was anderes suchen… Oh, wieder nein, ohne Job.

        Ja, aber dann kannst du doch wenigstens dafür arbeiten… Nö!

        Bitte, bitte, bitte? Nagut okay, aber wir behalten uns vor, dich spontan zu belibigen Zeitpunkt, irgendwann zwischen morgen und in 30 Jahren dann doch abzuschieben. Viel Spaß, was zu finden…

        Und siehe an… jede Lösung für diese Probleme von Schwarzarbeit bis Untertauchen macht dich kriminell. Catch22 anyone?

        wir würden jedem Integrationswilligen Steine in den Weg legen

        Das muss ich nicht glauben, weil es bereits hinlänglich als Fakt dokumentiert ist. Ich dachte das hätte inzwischen auch der Dümmste begriffen, nachdem es ewig lang durch die Medien lief, dass die auf Europa verteilten ukrainischen Flüchtlinge magischerweise nur in Deutschland kaum arbeiten. Achnee, Moment… wir haben nur wieder das faule Pack abbekommen, weil die integrations- und arbeitswilligen einen weiten Bogen um Deutschland machen 🤣

        • cyberblob@discuss.tchncs.de
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          2 days ago

          Kein Grund beleidigend zu werden. Die Wahrheit ist leider kompliziert und du versuchst einfache Antworten zu geben.

          Nunja, wenn ich afghanischer, syrischer, o.ä. Flüchtling bin, entscheide ich mich schon nach Deutschland zu kommen, oder meinst du die stolpern zufällig durch x Länder hindurch in denen sie sicher wären, nur um dann plötzlich wie in Trance in Deutschland zu erwachen. Jetzt kann es hier natürlich internationale Programme geben, in denen sich Länder bereit erklären Flüchtlinge z.B. aus einem überforderten Nachbarstaat aufzunehmen. So weit, so gut.

          Warum Deutschland dann aber auf magische Weise viel mehr Flüchtlinge aufnimmt, oder hier magisch viel mehr ankommen, obwohl wir in der Mitte des europäischen Kontinents liegen, das erschließt sich mir nicht nach deiner Argumentation (außer man überlegt eben doch mal, ob es diese bösen Pullfaktoren gibt).

          Im europäischen Vergleich gibt es in Deutschland dreimal so viele Flüchtlinge pro 100k Einwohner als in Frankreich, Spanien oder Italien. Das muss doch jetzt auch dir einleuchten, dass deine Argumentation hier schwach ist.

          Es ist imho vollkommen okay, dass wir Flüchtlinge in Europa aufnehmen und verteilen (Deutschland forciert das aber z.B. garnicht - Das passiert auf Grund einer politischen Agenda). Das ist von meiner Seite auch nicht das Thema.

          Bzgl deines letzten Absatzes: Auch hier bist du nur oberflächlich in die Materie eingestiegen. Das IAB-Forum hat in einer kurzen Analyse z.B. die Integration ukrainischer Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt verschiedener europäischer Länder untersucht (Link).

          Sie halten fest, dass es grundsätzlich zwei Ansätze bei den Ländern gibt:

          • Arbeit-zuerst
          • Sprache-zuerst

          Deutschland verfolgt den zweiten Ansatz, der als nachhaltiger und langfristiger gilt, weil die Flüchtlinge dann auch in ihren gelernten Berufen arbeiten können, wohingegen sie bei Ansatz 1 oft in prekären Arbeitsverhältnissen landen.

          Ich finde es schade, dass du sehr ideologisch argumentierst, “weil nicht sein kann, was nicht sein darf”, ist mein Eindruck…

          • Ooops@feddit.org
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            2 days ago

            oder meinst du die stolpern zufällig durch x Länder hindurch in denen sie sicher wären, nur um dann plötzlich wie in Trance in Deutschland zu erwachen.

            Nein, die werden gezielt von anderen EU Staaten weitergeleitet, die sich einen Scheiß um geltendes Recht kümmern. Klar, die Dublin-Vereinbarungen sind Mist, aber wie kann ignorieren und dagegen verstoßen statt sie zu ändern eine ernstgemeinte Lösung sein?

            Warum Deutschland dann aber auf magische Weise viel mehr Flüchtlinge aufnimmt.

            Das hat exakt gar nichts mit Magie zu tun, sondern damit, dass Deutschland nicht auf gemeinsam anerkannte Menschenrechte scheißt. Klar, man kann sich da auch anderen EU Ländern anschließen. Ist halt Mist und ein Verstoß gegen Menschenrechte und unsere Verfassung. Aber wen stören solche Details schon, wenn man eben Flüchtlinge loswerden will.

            Im europäischen Vergleich gibt es in Deutschland dreimal so viele Flüchtlinge pro 100k Einwohner als in Frankreich, Spanien oder Italien.

            Siehe oben. Aber warum sollten wir uns ans Recht halten und andere dazu anhalten, das ebenfalls zu tun, wenn man auch einfach “aber die anderen tun’s ja auch” als Argument für Rechtsbruch heran ziehen kann.

            Sie halten fest, dass es grundsätzlich zwei Ansätze bei den Ländern gibt:

            Arbeit-zuerst

            Sprache-zuerst

            Deutschland verfolgt den zweiten Ansatz

            Nein, Deutschland behauptet, den zweiten Ansatz zu verfolgen. Damit sie 'ne Ausrede haben, zu behaupten, die Flüchtlinge seien Schuld. Tatsächlioch sind die Kapazitäten für Sprach- und Integrationskurse um Zehnerpotenzen zu gering und werden auch weiterhin fleißig gekürzt.

            (Und um dich mal von der ideologischen Schiene wegzukriegen: Das hat System in Deutschland. Der Umgang mit deutschen Bürgergeldempfängern läuft nach dem selben Muster. Kapazitäten kürzen, kürzen, kürzen und dann -jetzt mit der C*U wieder mit Freude- Leuten, deren Termine wegen Personalmangel abgesagt werden, Gelder kürzen, weil sie ja nicht bei besagten Terminen waren.)

            Ich finde es schade, dass du sehr ideologisch argumentierst

            Ideologie ist wenn ich Fakten, die mein Argument widerlegen, nicht wahrhaben will. Schon klar…

            • cyberblob@discuss.tchncs.de
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              2 days ago

              Nein, Deutschland behauptet, den zweiten Ansatz zu verfolgen. Damit sie 'ne Ausrede haben, zu behaupten, die Flüchtlinge seien Schuld. Tatsächlioch sind die Kapazitäten für Sprach- und Integrationskurse um Zehnerpotenzen zu gering und werden auch weiterhin fleißig gekürzt.

              Jeder Flüchtling mit Status kann an einem Integrationskurs teilnehmen. Jährlich machen das bisher circa 300.000 Flüchtlinge (https://mediendienst-integration.de/artikel/wie-geht-es-mit-den-integrationskursen-weiter.html)

              Wo fehlt da jetzt eine Zehnerpotenz gemessen an den Status-Erhaltenden?

              • Ooops@feddit.org
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                23 hours ago

                Mir ist klar, dass ich dich damit nicht überzeugen werde, und es vermutlich auch gar nicht in deinem Interesse ist, aber du kannst dich ja mal in der Arbeit für Flüchtlinge engagieren oder einfach mit Leuten reden, die dies tun. Dann würdest du sehr schnell verstehen, wie die Realität sich von der Theorie auf dem Papier unterscheidet.

                (In dem Zusammenhang dann auch nochmal der selbe Einwurf, dass das System hat. Du kannst auch gerne Menschen nach ihrer persönlichen Erfahrung mit der Agentur für Arbeit fragen. Da findest du nämlich 1 zu 1 die selbe Situation.)

                • cyberblob@discuss.tchncs.de
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                  21 hours ago

                  Schöner Vorschlag.

                  Du kannst davon ausgehen, dass ich meinen Teil für die Gesellschaft leiste oder geleistet habe und „hands on“ Erfahrung habe…

                  • Ooops@feddit.org
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                    11 hours ago

                    Wieso sollte ich davon ausgehen, dass du praktische Erfahrung in dem Bereich hast, wenn du die bekannte Realität dort vehement leugnest? Das passt nunmal so gar nicht zusammen.