Das Amtsgericht Bad Iburg hat einen 21-Jährigen wegen eines Brandes am Gymnasium Oesede wegen fahrlässiger Brandstiftung verurteilt. Bei dem Feuer war ein Schaden von rund einer Million Euro entstanden.
wegen fahrlässiger Brandstiftung verurteilt.
Der 21-Jährige war […] auf das Dach […] geklettert und hatte dort das Metallgemisch Thermit auf eine Getränkedose gelegt und angezündet. Dadurch sei eine bis zu eineinhalb Meter hohe Stichflamme entstanden. Als die Flammen um sich griffen, habe der Angeklagte das Dach fluchtartig verlassen.
Irgendwie passt das m.E.n. nicht so recht mit Fahrlässigkeit zusammen.
Ja, welchen guten Grund gab es das auf nem Dach zu machen? Der Schulhof direkt da neben war keine Option? Aber für Brandstiftung ist Thermit iwie auch zu umständlich
Bin mir ziemlich sicher, der Grund ist, er wollte wissen ob sich das Thermit durch mehrere Stockwerke schmelzen kann. Dazu genügt die Menge aber nicht, was er vermutluch nicht wusste.
Ich hab auch gedacht ob er wohl Hardware klauen wollte. Heutzutage liegen in Schulen ja gerne ne Menge iPads
Es ist ja auch deutlich unauffälliger mit Thermit ein Mannloch in das Dach zu brennen, als durch ein Fenster einzusteigen.
Ich hab nicht gesagt, er sei clever
Das muss das Gericht auch so gesehen haben.
Die iPads sind bestimmt so abgesichert, dass sobald sie den Standort Schule verlassen nicht mehr funktionieren.
Das is immer noch Deutschland hier
Genau. Besser wäre sicher eine gepflasterte (nicht asphaltierte) Fläche oder ein unbestellter Acker gewesen. Wenn dann was passiert wäre, weil irgendwas Brennbares in der näheren Umgebung übersehen wurde oder wegen Funkenflug, wär das m.E.n. unter Fahrlässigkeit abzubuchen. Aber das?
Er muss dennoch das Gericht irgendwie davon überzeugt haben, dass er auf dem Dach der Schule das Thermit angezündet hat ohne die Absicht zu haben, dass das Schulgebäude in Brand gerät.